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Der Regattakurs

Die Nordsee
Die Nordsee gilt als eines der schönsten – aber auch selektivsten und anspruchsvollsten – Segelreviere der Welt. Sie stellt die Teilnehmer der Pantaenius Rund Skagen-Regatta bereits kurz nach dem Start vor die erste große Herausforderung. Wechselnde Winde, der Tidenhub, starke Strömungen und ein harter Wellengang bestimmen den einzigartigen Charakter dieses Schelfmeeres. Legendäre Sturmfluten prägten den Beinamen des typischen Nordsee-Schwerwetters, dem „Blanken Hans“. Ihm zu trotzen gehört sicherlich zu den anspruchsvollsten Etappen der Pantaenius Rund Skagen-Regatta.
Zusätzlich zu den herausfordernden Umwelteinflüssen sollte von Seglern auch die verhältnismäßig hohe Frequentierung der Nordsee durch den kommerziellen Güterverkehr der Berufsschifffahrt beachtet werden. Aktuelle Gezeiten- und Strömungsvorhersagen liefert das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) unter www.bsh.de. Mindestens fünfmal täglich informiert der Seefunk außerdem über die aktuelle Wettervorhersage und Sturmwarnungen. Ein Service, den jeder Segler auf der Nordsee regelmäßig nutzen sollte. Die einzelnen Kanäle des Seefunks für die Regionen Deutschland, Dänemark sowie die Niederlande finden sich ebenfalls auf der Internetseite des BSH.

Das Skagerrak
Benannt nach der Stadt Skagen, die am nördlichsten Ende Jütlands liegt und den Regattateilnehmern signalisiert, dass die Hälfte der Strecke geschafft ist, liegt das Skagerrak zwischen Nord- und Ostsee. Das Skagerrak ist bis zu 140 Kilometer breit und fast 250 Kilometer lang. Im Gegensatz zur eher flachen Nordsee wird das Skagerrak in Richtung Norwegen immer tiefer und wartet mit mehreren hundert Metern Wassertiefe auf. Entlang der dänischen Küste herrscht eine östliche Strömung vor, die bei entsprechenden Winden von Süd oder Ost bis zu fünf Knoten erreicht. Charakteristisch für das Skagerrak ist ein schwieriger Seegang mit bis zu zehn Meter hohen Wellen im Winter. Auch wenn das Skagerrak zur Nordsee gehört, gleichen die Witterungsverhältnisse dennoch eher denen der Ostsee und sind insgesamt weniger herausfordernd einzuschätzen als das zuvor zu bewältigende Revier zwischen Helgoland und Hanstholm.

Die Ostsee
Nachdem die Teilnehmer das Skagerrak hinter sich gelassen haben empfängt sie die Ostsee mit dem Kattegat, zu Deutsch „Katzenloch“. Nach skandinavischer Auffassung gehört das Kattegat weder zu Nord- noch Ostsee sondern ist ein eigenständiges Revier. Dennoch macht sich die angrenzende Nordsee auch hier noch etwas bemerkbar. Tidenhub und Strömungen fallen zwar weitaus weniger intensiv aus als im Skagerrak, die Winde im Kattegat sind mitunter jedoch durchaus berüchtigt. Je weiter sich die Crews in Richtung Süden bewegen, desto einladender werden erfahrungsgemäß auch die Segelbedingungen. Die westliche Ostsee zählt zu den beliebtesten Segelrevieren Mitteleuropas und bietet fast immer ordentliche Windverhältnisse aus westlicher, bei Hochdruck auch aus östlicher Richtung. Schwerwetter oder Flauten sind dagegen eher selten vorzufinden. Auf dem Weg in die Kieler Bucht bietet die Ostsee daher viel Raum zum Taktieren. Hier entscheidet sich nicht selten, wer den begehrten Wanderpokal mit nach Hause nehmen darf. Auf den letzten Meilen gilt es noch einmal alle Kraftreserven zu mobilisieren, wenn es etwa plötzlich darum geht bei abflauendem Wind auf eine größere Beseglung zu wechseln. 2010 scheiterte die Crew der Segelyacht HEXE nur knapp an einem neuen Streckenrekord, als eine plötzliche Flaute die bereits sicher geglaubte Siegesfahrt der Yacht unterbrach und deutlich machte, dass auch die ruhige Ostsee immer wieder Überraschungen bereithält.